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Eine der Geschichten hinter meiner Geschichte…

Vor 2016 hätte ich nicht gedacht, dass ich von einem 8-jährigen Jungen noch etwas lernen könnte.

Ich wurde eines Besseren belehrt. 

Ende September 2016 lernte ich C. kennen. Er war acht.

Ein paar Wochen zuvor hatte seine Mutter ihn zu sich nach Deutschland geholt. Er war bei seinen Großeltern aufgewachsen. Ihrer Aussage nach machte der Junge nur Probleme; er wollte nicht tun, was sie ihm sagte, er wollte zu seinen Großeltern zurück,

wollte nicht zur Schule gehen.

In einer Klasse mit ausschließlich ausländischen Kindern, die, wie er, erst seit kurzem in Deutschland lebten, hatte er es schon fertig gebracht, die Schule durch „sein Verschwinden“ in Angst und Schrecken zu versetzen.

Die Art und Weise, wie seine Mutter von ihm sprach, machte mich traurig. Und neugierig.

Ich bot spontan an, mich unverbindlich mit dem Jungen zu treffen, um zu kucken, ob wir  zusammen stundenweise Deutsch lernen wollen.

Da stand er also. Wartend, am Straßenrand, Rucksack auf dem Rücken, darin ein Schreibblock und ein paar Stifte. Mit seinen dunklen Augen sah er fröhlich zu mir hoch, gab mir vertrauensvoll sein Händchen, bereit mit mir zu gehen.

Kurzentschlossen fuhr ich mit ihm in den Zoo. Schon nach der ersten Stunde war mir klar, dieses kleine Kerlchen hat meine volle Unterstützung, in welche Richtung auch immer er sie benötigt. Am Abend lieferte ich den Jungen zuhause ab.

Den Rucksack hatten wir an dem Tag nicht geöffnet, auch keinen Stift oder Block in die Hand genommen.

Aus dem geplanten Deutsch-Lernen wurde innerhalb kürzester Zeit eine Rundum-Betreuung, anfänglich für ihn und seine Mutter.

Alle Versuche - von verschiedensten Seiten - den beiden zu helfen, eine Beziehung aufzubauen, scheiterten. 

C. hat jedoch nie aufgegeben. Er hat einiges durchgemacht, traf oft auf Unverständnis und Ignoranz. Jegliches Verhalten des Jungen war bisher immer mit der jeweiligen psychischen Verfassung und den Handlungen/der Behandlung durch die Mutter zu erklären. 

Kurz und gut, C. hat mit seiner Art im Sturm auch die Herzen meiner Familie erobert und ich, ich hab seine Neugierde, seine Wissbegier, seine Lernbereitschaft ausgenutzt, ihn gefördert und gefordert, persönlich wie schulisch. Er schloss zwei Jahre später die Grundschule mit einem Schnitt von 2, 2 ab. 

C. ist inzwischen 14. Er hat nach wie vor meine volle Unterstützung, in welche Richtung auch immer er sie möchte oder benötigt.

Ich bin inzwischen ausgebildeter Kinder- und Jugendcoach, zertifizierter Lerncoach, Potenzial- und Schulcoach (IPE).

Ich stehe kurz vor dem Abschluss eines Fernstudiums zum Lern- und Entwicklungsberater, zum Hochbegabungspädagogen und zum Bewegungs- und Tanzpädagogen.

Folgendes kann ich Ihnen versprechen:

Wenn Ihr Kind entschlossen ist, sich nach „oben zu orientieren“, die beste Version von sich selbst zu suchen und zu sein, 

bin ich mit 

LEIDENSCHAFT und HERZBLUT unterstützend dabei.